Geldanlage in Zeiten von Corona

2. Quartal 2020: Chancen für Anleger?

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Börse beschäftigen Anleger seit Wochen. Bei aller Vorsicht gibt es jedoch auch Anlass zur Zuversicht, meinen die Volksbank Niedergrafschaft sowie ihr Fondspartner Union Investment.

Die Menschen in Deutschland und weltweit befinden sich derzeit beruflich wie privat in einer nie zuvor dagewesenen Sondersituation. Das gilt auch für den Kapitalmarkt, der Anleger vor große Herausforderungen stellt. Bisher geltende Maßstäbe und Zusammenhänge wurden kurzzeitig außer Kraft gesetzt. „Größere Verunsicherung bei unseren Kunden habe ich jedoch nur vereinzelt festgestellt“, sagt Jana Reurik, Vermögensberaterin bei der Volksbank Niedergrafschaft. „Dagegen reagiert die Mehrzahl gerade bei den Fondsbesitzern besonnen und weitsichtig.“ Reurik führt dies unter anderem darauf zurück, dass sich die professionelle und partnerschaftliche Beratung der Volksbank Niedergrafschaft sowie die Zusammenarbeit mit dem starken Fondspartner Union Investment schon in mancher Krise bewährt habe. Und dies gelte auch wieder in der Corona-Pandemie mit ihren erschwerten Bedingungen für Anleger und Berater.

Reurik greift in der Beratung ihrer Kunden gerne auf aktuelle Einschätzungen des Fondspartners zurück. Die Experten dort sprachen am 21. April 2020 von ersten vorsichtigen Fortschritten im weltweiten Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie. Insbesondere in den entwickelten Ländern Europas und Nordamerikas schienen die Neuinfektionszahlen zu sinken. Bestätige sich dieser Trend, gäbe es Spielraum zur weiteren Öffnung dieser für die Weltwirtschaft sehr wichtigen Wirtschaftsräume. Erst diese Verbesserung lege den Grundstein für eine nachhaltige konjunkturelle Erholung. „Dann kann es auch an den Börsen stetiger bergauf gehen“, gibt Reurik die Einschätzung von Union Investment wieder und ergänzt: „Die jüngsten Zahlen sind ein ermutigendes Zeichen auf dem Weg dahin, die weitere Entwicklung ist aber nach wie vor als anfällig einzuschätzen.“

Mittel- und langfristig Orientierten bieten sich Einstiegschancen

Historisch gesehen sei die Erholung nach einer Krise an den Kapitalmärkten meist nach einem bestimmten Muster verlaufen: Zunächst hätten die „weniger riskanten“ Risikoanlagen wie Unternehmensanleihen von Schuldnern guter Bonität, dann Aktien und erst in einem relativ reifen Stadium Rohstoffe profitiert. Diese Blaupause treffe nach den bisherigen Analysen der Experten von Union Investment auch auf die Coronakrise zu.

Angesichts dieser Einschätzung erscheine es auch als gerechtfertigt, dass viele private Anleger die derzeitige Situation bereits als Chance ansehen. „Denn sie wissen: Die niedrigeren Kursniveaus lassen sich gut zum Einstieg oder Aufstocken von Positionen nutzen. Gerade für mittel- bis langfristig orientierte Anleger könnte sich dies schon jetzt lohnen“, sagt Jana Reurik. Sie findet in diesem Zusammenhang und mit Blick etwa auf das Risiko marktbedingter Kursschwankungen und das Ertragsrisiko aktiv gemanagte Fonds interessant. Denn bei solchen Geldanlagen könnten Fondsmanager schnell auf geänderte Marktbedingungen reagieren und die Fondsanlagen entsprechend umschichten.

Wer als Anleger bei der Gründung 1988 investiert hat und am Ball geblieben ist, konnte sich in den meisten Jahren über gute Ergebnisse freuen. Nur acht der bisher 30 DAX-Jahre endeten im Minus – die aber mitunter kräftig. Gleich-wohl lassen sich daraus keine sicheren Rückschlüsse auf zukünftige Rendi-techancen ableiten. Es gilt aber die bewährte Börsianerregel: Wer langfristig investiert und breit streut, bleibt in der Regel auf der Gewinnerseite.

Glücklich, wer einen Fondssparplan besitzt

Als „Gewinner“ der aktuellen Situation können sicherlich Sparplankunden angesehen werden. „Gerade Fondssparpläne können in schwankungsintensiven Marktphasen wie diesen ihre Stärken klar herausstellen“, sagt Jana Reurik weiter, die zuletzt sogar einige Neuabschlüsse von Sparplänen verzeichnen konnte. Und das, obwohl beim Sparen in Fonds nicht ausgeschlossen werden könne, dass am Ende der Ansparphase weniger Vermögen zur Verfügung stehe als insgesamt eingezahlt wurde oder dass die Sparziele nicht erreicht werden könnten. „Und bei Kunden, die bereits einen Sparvertrag besitzen, regen wir an, die monatlichen Sparraten – wenn möglich – zu erhöhen. Auf diese Weise können sie das niedrigere Kursniveau stufenweise zum Einstieg nutzen.“

Die Vermögensberaterin betont zum Abschluss noch einmal, dass Anlageentscheidungen grundsätzlich gut durchdacht und auf einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont ausgerichtet sein sollten. Um Chancen und Risiken eines Engagements an den Kapitalmärkten abzuwägen, empfiehlt Reurik ein Beratungsgespräch in der Volksbank Niedergrafschaft, das unter den gegebenen Umständen gerne auch per Telefon oder Video stattfinden könne.